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Our Shared Shelf

gretchens fragen: Our Shared Shelf

Mittwoch, 7. September 2016

Our Shared Shelf

Version 2

Es gibt Frauen, die Unglaubliches schaffen. Eine davon ist in meinen Augen Emma Watson. Während man andere Leute hauptsächlich von den roten Teppichen dieser Welt kennt, macht sie einen Schritt auf uns zu und gründet einen Buchklub für uns alle - Our Shared Shelf. Das Thema: Feminismus und Gender Equality.

Emma schreibt dazu Folgendes:

Dear Readers, 
As part of my work with UN Women, I have started reading as many books and essays about equality as I can get my hands on. There is so much amazing stuff out there! Funny, inspiring, sad, thought-provoking, empowering! I’ve been discovering so much that, at times, I’ve felt like my head was about to explode… I decided to start a Feminist book club, as I want to share what I’m learning and hear your thoughts too. [...]
If you fancy it, please join up and participate. Everyone is welcome. I would be honoured!
Emma x


Am Anfang hat Emma jeden Monat ein neues Buch vorgeschlagen, mittlerweile gibt es nur noch alle zwei Monate ein neues Buch, um den Mitgliedern mehr Zeit zum Auftreiben des jeweiligen Buches, zum Lesen, Verarbeiten und darüber Diskutieren zu lassen.
Außerdem bemüht sie sich, möglichst auch die Schriftstellerinnen zu Wort kommen zu lassen. So gibt es zum Beispiel einige Gespräche als Video und als Zeitschriftenartikel, die immer in der Gruppe geteilt werden.

Vor einigen Monaten habe ich begonnen, die Bücher aus dem Buchklub zu lesen. Und obwohl ich mir aktuell wieder viel mehr Zeit zum Lesen nehme, bin ich trotzdem noch im Rückstand. Ich möchte heute aber trotzdem ein paar Gedanken zu all jenen Büchern teilen, die ich bis jetzt schon gelesen habe.

Version 2

Ich glaube, My Life on the Road von Gloria Steinem ist das wichtigste Buch, das ich bisher gelesen habe. Gloria Steinem, eine der ersten Feministinnen in den Vereinigten Staaten, schreibt in diesem Buch über ihr Leben, das sie zu einem großen Teil als Schriftstellerin, Organisatorin und Aktivistin auf Reisen verbracht hat. Es fühlt sich an wie eine Geschichte, wie eine Sammlung von Anekdoten und Episoden, die sie erzählt.
Wenngleich ich vermutlich (auch dank meiner Deutschprofessorin) immer schon irgendwie Feministin war, ist es doch dieses Buch, das mich nunmehr dazu befähigt hat, es auch auszusprechen. Ich bin Feministin. Ich glaube, dass Frauen und Männer und auch alle, die sich nicht in diese Kategorien einordnen wollen oder können, unbedingt gleich behandelt werden müssen.

Version 2

Alice Walkers The Color Purple erzählt authentisch im Jargon vom Leben und der sozial niedrigen Stellung Schwarzer Frauen in den 1930ern im Süden der Vereinigten Staaten.
Besonders die Handlung um die Schwester der Protagonistin Celie, die als Missionarin in eine Siedlung in Afrika fährt, um dort den christlichen Glauben zu verbreiten, hat mich zum Nachdenken gebracht. Wer bin ich, dass ich glaube, die ganze Wahrheit erkannt zu haben und ungefragt an jeden herantragen zu müssen? Wer sind wir, dass wir glauben, aufgeklärt und im Recht zu sein, wenn wir Menschen anderer Kulturen zum Beispiel Vorschriften ihre Kleidung betreffend machen und sagen, was sie anziehen und nicht anziehen dürfen, wenn sie sich im öffentlichen Raum bewegen?

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In All About Love: New Visions spricht bell hooks davon, wie wir den Begriff Liebe und den Ausdruck, jemanden oder etwas zu lieben, zwar oft verwenden, aber selten darüber nachdenken oder darüber reden, was der Begriff Liebe eigentlich meint. In 13 Kapiteln erörtert sie feinsinnig Liebe und ihre Rolle in unserem öffentlichen und privaten Leben. Und hat mich damit mehr gelehrt und verändert als vieles zuvor.

Version 2

Caitlin Morans Buch How To Be a Woman liest sich aufregend schnell. Oft hatte ich, besonders bei den Passagen in Großbuchstaben, das Gefühl, Caitlin Moran stehe auf einem Tisch und rufe ihre Überzeugungen in die Welt hinaus.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir: Sexismus solle man nicht Sexismus nennen. Man solle sich vielmehr fragen, ob eine Handlung oder Aussage denn höflich gewesen wäre in einer Welt, in der es keine Frauen und Männer, sondern nur gleichberechtigte Individuen gibt. Und nicht sagen, etwas wäre sexistisch gewesen, sondern 'uncivil' - unangebracht, unpassend, unhöflich - den anderen gegenüber. Denn für schlechte Manieren entschuldigt und schämt man sich, während man 'Sexismus' vielleicht höchstens belächelt.

Version 2

Aktuell lese ich The Argonauts von Maggie Nelson. Danach möchte ich mit The Complete Persepolis von Marjane Satrapi, Hunger Makes Me a Modern Girl von Carrie Brownstein und Half The Sky von Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn, das ich mir aber erst besorgen muss, fortfahren. Und ich bin freudig gespannt, welche Werke sich in Zukunft noch in diese Reihe einordnen werden.

Our Shared Shelf und alle Bücher, die ich bis jetzt durch diesen Buchklub kennengelernt habe, sind sehr wichtige Ressourcen für mich und mein Leben als Frau und Feministin geworden. Meine Hoffnung ist, dass sie das für euch vielleicht auch werden.

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3 Kommentare:

Am/um 8. September 2016 um 11:40 , Blogger MyOwnMemento meinte...

Danke für den TIPP!

 
Am/um 8. September 2016 um 11:43 , Blogger Minnie meinte...

Ich liebe es zu lesen! Und vor allem in letzter Zeit beschäftige ich mich sehr mit den Themen, Sexismus, Feminismus, Gleichberechtigung usw. Deswegen vielen lieben Dank schon mal für die ganzen tollen Tipps an Büchern! Ich habe die Farbe Lila vor einigen Jahren gelesen und weiß noch, dass ich echt viel geheult habe. Man muss sich gar nicht unbedingt für das Thema interessieren um dieses Buch großartig zu finden. Finde es super toll, dass du dieses Thema bewusst ansprichst :)
Liebe Grüße ♥

 
Am/um 12. September 2016 um 13:10 , Blogger Barbara meinte...

Das stimmt, es ist wirklich ein ganz großartiges Buch. Und dasselbe gilt auch für die anderen Bücher, ich bin so froh, den Buchklub gefunden zu haben.
Danke dir für deinen lieben Kommentar!

 

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