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Wardrobe Revolution: Entscheidungen

gretchens fragen: Wardrobe Revolution: Entscheidungen

Mittwoch, 20. April 2016

Wardrobe Revolution: Entscheidungen

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Als der Rana Plaza-Komplex am 24. April 2013 in Dhaka, Bangladesch, einstürzte, starben 1134 Menschen und mehr als 2500 wurden verletzt. Weil das zu viele für einen einzigen Tag sind und ein Umdenken notwendig ist, ist diese Woche wieder Fashion Revolution Week.
Gemeinsam mit vielen anderen wunderbaren Bloggerinnen aus Österreich und Deutschland bin ich außerdem Teil der Reihe #WardrobeRevolution, bei der seit Anfang April bis zum Fashion Revolution Day diesen Sonntag jeden Tag Fair Fashion Outfits gezeigt werden. Heute ist meine kleine Kleiderschrankrevolution an der Reihe.

Dass etwas damit, wie unsere Kleidung hergestellt wird, nicht stimmt, wusste ich eigentlich, hatte es irgendwie eh immer im Hinterkopf. Und auch, dass man da eigentlich nicht mitmachen sollte.
Das mit dem Wissen ist eine spannende Sache, aber noch spannender finde ich den Moment des Erwachens. Da war ich vor mehr als einem Jahr gerade drauf und dran, jemanden dafür zu verurteilen, dass er Kleidung bewarb, die unter furchtbaren Bedingungen hergestellt worden war, obwohl er die Zustände in den Fabriken mit eigenen Augen gesehen hatte, als mir schmerzhaft bewusst wurde, dass ich kein bisschen besser war. Auch ich wusste Bescheid, hatte von diesen Zuständen gehört, Bilder gesehen, Dokumentationen angeschaut, aber an meinem Verhalten hatte ich bis dahin nichts geändert.
Ich habe mich daraufhin wirklich geschämt. Dafür, dass ich mit dem Finger auf andere zeigen wollte, aber meinen eigenen Fehler komplett übersehen hatte. Dafür, dass ich jahrelang mitgemacht und Fast Fashion gekauft hatte, obwohl ich es eigentlich besser wissen hätte müssen.
Ich habe damals den Entschluss gefasst, das zu ändern. Und diese Entscheidung treffe ich immer wieder von Neuem: Wenn ich ein neues Kleidungsstück kaufe, wenn ich mich morgens anziehe, wenn ich meinen Kleiderschrank öffne, wenn ich noch einmal nachfrage, wer etwas produziert hat und unter welchen Bedingungen.

Ich lade auch euch ein, den Fashion Revolution Day als Anlass dafür zu nehmen, den Labels eine ganz wichtige Frage zu stellen: #whomademyclothes?

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Fash_Rev_2016

Shirt: Wunderwerk (Made In Greece)
Rock: Re-Bello (Made In Greece)
Strumpfhose: Item M6 (Made In Germany)
Schuhe: Paul Green (2nd Hand über Willhaben)
Tasche: Denise Roobol (Made In China)


Wunderwerk: Deutsches Label, möchten Nachhaltigkeit zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Um kein Teil des Plastikkreislaufes zu werden, verwenden sie für Zipper, Knöpfe, Labels etc. natürliche Materialien. Das Shirt ist aus Bio-Baumwolle, Modal und Tencel.
Re-Bello: Italienisches Label, setzen sich für Nachhaltigkeit und Transparenz ein. Der Rock ist aus Bio-Baumwolle und Elasthan.
Item M6: Deutsche Manufaktur in Bayreuth.
Denise Roobol: PETA-Approved Vegan, hergestellt in einem kleinen Atelier in der Nähe von Hongkong.


Auch mit dabei bei unserer #WardrobeRevolution sind:

01.04. Anna und Esther vom Kunstkinder Mag | 02.04. Larissa von Larytales | 03.04. Anna von Annanikabu | 04.04. Anni von Fashion Fika | 05.04. Vreni von Jäckle & Hösle | 06.04. Mirjam von My Green Style | 07.04. Julia von Schrift und Herz | 08.04. Mari von maridalor | 09.04. Justine von Justine kept calm and went vegan | 10.04. Corinna von Kissen und Karma | 11.04. Kim von Kim goes Öko | 12.04. Marisa von My fair Ladies | 13.04. Bina von Stryletz | 14.04. Julia und Anna von subvoyage | 15.04. Frauke von Ekulele | 16.04. Feli von Felitales | 17.04. Amina von Grasgrün & Himmelblau | 18.04. Franziska von Veggie Love | 19.04. Sabrina von Today is… | 20.04. Ich | 21.04. Chrisi von Madame Chrisi | 22.04. Mia von Heylilahey | 23.04. Julia und Agnes Pauline vom Nice to have Mag | 24.04. Lisa von at/least.

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10 Kommentare:

Am/um 20. April 2016 um 16:24 , Anonymous Diana von Dogdays of Summer meinte...

Wie toll! Es ist einfach so wichtig, dass mehrere Menschen so denken. Großartig, dass du mit deinem Blog versuchst, einen Schritt in die richtige Richtung zu tun!

Wir haben auch vor zwei Jahren begonnen umzudenken und beschlossen, durch einen Vintageonlineshop unseren Teil dazu beizutragen. Vielleicht interessiert dich das ja, wir würden uns freuen, wenn du mal vorbei schauen würdest :)

 
Am/um 20. April 2016 um 16:49 , Blogger Barbara meinte...

Danke für den lieben Kommentar :-)
Ich glaube, den kenne ich sogar schon. Werde ich aber bestimmt wieder machen!

 
Am/um 21. April 2016 um 01:08 , Blogger Dogdays of Summer meinte...

Freut uns sehr :)
Übrigens: Deine Haare sind ein Traum *.*

 
Am/um 21. April 2016 um 18:26 , Anonymous Isabelle meinte...

Das hast du sehr treffend beschrieben mit dem Moment des Erwachens! Nicht nur wissen, sondern nicht mehr akzeptieren und etwas ändern. Ich habe vor einem halben Jahr meinen Laden umgekrempelt in Mannheim eröffnet, wo ich den Menschen Alternativen zum üblichen Modezirkus anbiete. Zum Beispiel Kleidung von manomama in Augsburg, Reparaturen und Näh-Workshops zum Selberreparieren. Liebe Grüße und viel Erfolg! Isabelle

 
Am/um 21. April 2016 um 22:50 , Blogger Sabrina Schlack meinte...

Ich finde eure Serie wirklich supersuper toll und ich bin begeistert davon, welche Reichweite man damit erreichen kann – wie vielen Leuten man so zeigen kann, dass Fast Fashion nicht sein muss und sie so vielleicht zum Umdenken bewegen kann. Es ist so wichtig, die Leute immer und immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass es eine Alternative gibt.

Liebe Grüße
Sabrina

 
Am/um 22. April 2016 um 21:00 , Blogger Barbara meinte...

Das finde ich ganz wundervoll, alles Gute dafür! :-)

 
Am/um 22. April 2016 um 21:00 , Blogger Barbara meinte...

Danke dir, Sabrina! :-)

 
Am/um 24. April 2016 um 19:50 , Blogger ich_weltkind meinte...

Richtig schöne Fotos, so ein elegantes Outfit! :)
Ich bin sehr froh dass du auch ein Teil der Fashion Revolution geworden bist! In meinem Bewusstsein ist es schon sehr tief drinnen, beim Umsetzen kämpf ich aber noch immer damit... Am meisten ringe ich jedoch mit den Meinungen anderer, wenn Freunde und Bekannte die Problematik einfach nicht sehen bzw. nicht sehen wollen... Wie gehst du damit um?
Liebe Grüße, Marlene

 
Am/um 24. April 2016 um 23:27 , Blogger Barbara meinte...

Liebe Marlene!
Du sprichst etwas an, was mich in letzter Zeit auch total beschäftigt. Ich finde es immer so schade, dass das Normale das ist, wo Menschen und unsere Umwelt nicht geachtet werden. Also dass die Zustände für alle irgendwie völlig normal sind und man sich rechtfertigen muss, warum man etwas anders macht oder aber dass man komisch beäugt wird.
Dafür gibt es leider kein einfaches Rezept. Meine Herangehensweise ist die, dass ich so gut wie möglich versuche, etwas vorzuleben, das ich für richtig halte. Und wenn es jemanden in meinem Umfeld interessiert und er oder sie mehr wissen möchte, gebe ich gerne Auskunft dazu. Man darf aber nicht versuchen, irgendwelche Entscheidungen für andere zu treffen.
Liebe Grüße,
Barbara

 
Am/um 16. Mai 2016 um 21:17 , Anonymous Anonym meinte...

du siehst wirklich super aus auf den fotos, rosa steht dir total! :) lg elisabeth

 

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