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Ein paar Schritte weiter {People Tree}

gretchens fragen: Ein paar Schritte weiter {People Tree}

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Ein paar Schritte weiter {People Tree}

Version 2

Ich komme gerade von einem sehr schönen Abendessen mit einer lieben Kollegin und vielen guten Gesprächen nachhause. Ein Thema, das mich nun schon den ganzen Abend nicht loslässt und über das wir auch gesprochen haben, ist die Frage, was es eigentlich bedeutet, wenn man ein Label als ökofair oder nachhaltig bezeichnet. Und ob es nicht manchmal gut wäre, noch ein bisschen mehr zu differenzieren und erfahren zu wollen.

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Letzten Februar habe ich die Entscheidung getroffen, etwas mehr darüber nachzudenken, wo ich meine Kleidung kaufe. Ich habe den Vorsatz damals noch recht allgemein und offen formuliert, da ich noch nicht genau wusste, was mir wichtig sein würde und auf welche Kriterien man dabei überhaupt achten sollte. Ich glaube und hoffe, dass ich mich seither ein wenig weiterentwickelt habe. Und während mir damals die Schlagworte ökologisch, fair und nachhaltig absolut ausgereicht und mich zufrieden gestellt hätten, versuche ich mittlerweile, ein paar Schritte weiterzugehen.

Eines der spannendsten Dinge für mich ist es nun, zu sehen, wie unterschiedlich die verschiedenen Labels arbeiten, wo die Produktionsstandorte sind, worauf ihr Fokus liegt, welche Materialien und Techniken sie verwenden und wer die Leute sind, die meine Kleidung herstellen. Also alles Dinge, die über die Worte ökologisch, fair und nachhaltig hinausgehen und sie daneben zwar immer noch gut und wichtig, aber auch fast ein wenig farblos aussehen lassen. Weil es noch so viel mehr zu wissen gibt.

Vielleicht habt ihr ja bereits bemerkt, dass People Tree eines meiner liebsten fairen Labels ist. Wenn nicht sogar das Liebste überhaupt. Safia Minney, Gründerin und CEO von People Tree, ist durch Bangladesch, Indien, Afrika und Nepal gereist und hat ein Netzwerk aus verschiedensten Betrieben und Unternehmen hergestellt, die alle nach Fair Trade-Maßstäben arbeiten. Ich bin begeistert davon, wofür People Tree steht und was es bewirkt.

Wenn man auf der Webseite beim jeweiligen Artikel auf die Schaltfläche 'How it's made' klickt, findet man immer auch ein paar kurze Infos zum Unternehmen, in dem das Kleidungsstück hergestellt wurde, und einen weiterführenden Link, wo man noch mehr darüber lesen kann und manchmal auch ein Video dazu vorfindet. Ich bin großer Fan davon. Man sieht die Menschen, die hinter der Kleidung, die man trägt, stehen und in deren Leben man einen echten Unterschied bewirken kann. Man sieht, dass das Kleidungsstück, das man trägt, etwas Wertvolles ist und mit viel Liebe, Sorgfalt, aber auch harter Arbeit hergestellt wurde. Man sieht, was die Ziele, Maßstäbe, Arbeitsweisen und Sorgen der Betriebe sind und bekommt eine Ahnung davon, wie wichtig die Arbeit ist, die People Tree in ihrer Partnerschaft leistet.

Um nur ein einziges Beispiel zu bringen: Das Annette Check Dress, das ich in diesem Beitrag trage, wurde in einer ländlichen Gegend in Bangladesch in einem kleinen Unternehmen namens Dev Tech aus handgewebtem Baumwollstoff hergestellt. Angestellt sind dort insgesamt 20 Leute, neun Männer und elf Frauen, die ansonsten keine gute Chancen auf eine sichere Anstellung und faire Bezahlung hätten. Die Partnerschaft mit People Tree macht es Dev Tech möglich, weiterhin die Tradition des Handwebens zu pflegen und diese Arbeitsplätze zu sichern. Nachdem ich das gelesen hatte, habe ich mein Kleid noch einmal mit ganz anderen Augen gesehen. Und das Schönste daran ist, dass ich, wenn ich meinen Kleiderschrank öffne, noch viel mehr solcher Geschichten sehe.

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Kleid: People Tree
Mantel: Wunderwerk
Slipper: Grüne Erde
Ohrringe: People Tree
Lippen: MAC Patisserie


Wunderwerk: Der Mantel ist aus 100% europäischer Schurwolle und sein Futter aus Tencel, hergestellt wurde er in Italien.
People Tree: Das Kleid ist in Bangladesch von Dev Tech, einer Producer Group in einer ländlichen Gegend mit 20 Angestellten, die ansonsten keine gute Chancen auf eine sichere Anstellung und faire Bezahlung hätten, handgewebt und hergestellt worden. Die Ohrringe sind in Kenya in Handarbeit von Bombolulu, die Menschen mit körperlicher Behinderung beschäftigen, gemacht worden. Der Ring ist bei TARA entstanden, die mit Handwerkern in Indien zusammenarbeiten.
Denise Roobol: Denise Roobol ist eine niederländische Designerin, die ihre PETA-Approved veganen Taschen in einem kleinen Atelier in der Nähe von Hongkong frei von Sweatshop-Bedingungen herstellen lässt.
Item M6: Die Produkte sind Made In Germany.
Grüne Erde: Das Obermaterial der Slipper ist Ziegenvelours, produziert wurden sie nachhaltig und fair in Bosnien und Herzegowina.



*PR-Sample.
Das Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

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5 Kommentare:

Am/um 16. Dezember 2015 um 14:39 , Blogger Lary // Lary-Tales meinte...

Sehr toller Artikel!

 
Am/um 17. Dezember 2015 um 15:15 , Blogger Süchtig nach... meinte...

Ich find den Artikel auch richtig toll - mich hast du auf jeden Fall mal wieder zum Nachdenken angeregt. Noch dazu hab ich vor ein paar Tagen mit einem Arbeitskollegen ein ähnliches Gespräch geführt - dass man einfach nie weiß, woher seine Kleidung eigentlich kommt und was man am besten dagegen machen kann.

Alles Liebe und eine schöne Weihnachtszeit, Katii

 
Am/um 18. Dezember 2015 um 00:18 , Blogger Barbara meinte...

Das freut mich total, Katii! Wirklich :-)
Dir auch eine schöne Weihnachtszeit!

 
Am/um 18. Dezember 2015 um 00:18 , Blogger Barbara meinte...

Dankeschön :-)

 
Am/um 2. Januar 2016 um 01:14 , Anonymous Lica meinte...

Ich hab deinen Blog erst vor ein paar Tagen entdeckt, und du hast mir das Thema Fairtrade-Kleidung noch mal viel näher gebracht! Wegen dir steht jetzt "bewusster und fairer einkaufen" auf meiner Vorsatzliste, danke dafür :)

 

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