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Mein Guide für Fair Fashion-Einsteiger

gretchens fragen: Mein Guide für Fair Fashion-Einsteiger

Donnerstag, 12. November 2015

Mein Guide für Fair Fashion-Einsteiger

Version 2

Anfang des Jahres habe ich eine Entscheidung getroffen, die seither vieles in meinem Leben verändert hat. Zum Besseren. Ich versuche nämlich, nur noch fair und nachhaltig produzierte Kleidung zu kaufen.
Heute möchte ich allen jenen, die vielleicht eine ähnliche Entscheidung für sich getroffen oder bisher nur mit dem Gedanken daran gespielt haben, ein paar Tipps und Hilfestellungen für den Umstieg geben.

Grünen und nachhaltigen Blogs folgen. So hat mein Weg auch begonnen und so habe ich eigentlich so gut wie alles herausgefunden, was ich über Fair Fashion weiß. Mein liebster Blog hierfür ist Dariadaria, wo Madeleine über Fair Fashion und Nachhaltigkeit bloggt. Und das auf eine Weise, die einen nie wieder denken lässt, grüne Mode sei langweilig oder nur eine wenig attraktive Alternative. Besonders geholfen hat mir - vor allem auch am Anfang - ihre Fair Fashion Liste, wo man Shops für jedes Budget und jeden Stil findet. Ansonsten mag ich auch Ich kauf nix und Kunstkinder Magazin sehr gerne, aber es gibt natürlich noch viel, viel mehr.

The True Cost ansehen. Ich habe davor und auch danach nichts in diesem Bereich gesehen oder gelesen, was mich so berührt, erschüttert, beeindruckt und bewegt hat wie der Film The True Cost. Man kann ihn entweder auf Netflix anschauen oder kaufen, ein digitaler Download kostet auf der Website des Films $9.99, mit dem Code PEOPLETREETC sogar nur $4.99. Glaubt mir, das ist er wert, ich habe ihn mir auch gekauft und es keine Sekunde lang bereut. Und ein Abendprogramm für heute habt ihr somit auch.

Sich über die wichtigsten Zertifikate informieren. Ich gebe zu, diesen Punkt habe ich wahrscheinlich mit am längsten hinausgezögert, da es einerseits nicht bequem ist, selbst zu recherchieren, und ich andererseits alles noch recht unübersichtlich und unverständlich fand. Ich persönlich würde es euch empfehlen, euch zumindest die Fair Wear Foundation und das GOTS-Gütesiegel näher anzusehen.

Lokale Geschäfte finden. Anfangs habe ich sehr viel online eingekauft, einfach weil ich das ohnehin gerne mache, das Online-Angebot an nachhaltiger Kleidung sehr gut ist und es für mich immer ein bisschen wie Weihnachten ist, wenn ein Paket ankommt. Es gibt allerdings auch Alternativen in Form von vielen tollen Geschäften, die ich auch erst nach und nach entdecke. Für Österreich hält zum Beispiel der Ethische Einkaufsführer eine gute Sammlung an nachhaltigen und fairen Geschäften bereit.

Armedangels. Ich habe lange überlegt, ob ich für diesen Beitrag auch über bestimmte Labels schreiben soll, die für Fair Fashion Einsteiger interessant sein könnten, und mich dann für Armedangels entschieden. Auch wenn ich selbst erst vor Kurzem mein erstes Kleidungsstück von Armedangels gekauft habe, denke ich, dass es wohl eines der einsteigerfreundlichsten Labels ist. Sowohl Herren als auch Damen werden fündig, die Schnitte sind hübsch und finden bei vielen Leuten Anklang und die Preise sind durchaus vertretbar. Außerdem findet man Armedangels nicht nur online, sondern auch in einigen Geschäften (zB. Green Ground, Peek & Cloppenburg - wobei P&C ansonsten nicht auf Fair Fashion ausgerichtet sind), wo man die Kleidungsstücke dann auch vor Ort ansehen und probieren kann. Am besten, ihr recherchiert dazu selbst noch ein wenig.
Und weil es mein Lieblingslabel ist, möchte ich People Tree hier auch noch einmal erwähnen.

Schritttempo. Keiner ist von Anfang an perfekt und fehlerlos. Meistens macht es auch keinen Sinn, den Kleiderschrank sofort in einem Gewaltakt radikal auszumisten, da man dann kaum mehr etwas anzuziehen hätte. Außerdem ist Wegwerfen auch nicht unbedingt das, was ich unter Nachhaltigkeit verstehe. Es handelt sich einfach um einen langen Prozess, ein langsames, angemessenes Wachsen, wenn man seine Garderobe umstellen möchte.

Version 2

fairfashion_einsteiger_02

Von oben nach unten:

Mintgrüngestreiftes Shirt: Dariadaria X anzüglich (Made In Peru, ökologisch & fair)
Rollkragenpullover: Grüne Erde (ökologisch & fair)
Dunkelblaugestreiftes Shirt: Stanley & Stella* (Made In Bangladesh, ökologisch & fair)
Lochstrickpullover: Grüne Erde (Made In Peru, ökologisch & fair)



*PR-Sample. 
Das Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

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15 Kommentare:

Am/um 12. November 2015 um 16:46 , Blogger roedluvan meinte...

toller beitrag!
ich befinde mich seit ca juli auf diesem weg und finde es ganz toll bewusster einzukaufen. deine tipps helfen mir auf jeden fall weiter. gerade in wien ist es sinnvoll auch mal läden aufzusuchen und nicht immer nur online zu shoppen. habe ich bisher etwas vernachlässigt.

alles liebe,
mira

 
Am/um 12. November 2015 um 16:57 , Blogger Barbara meinte...

Freut mich so sehr, dass er dir gefällt. Ja, geht mir aber ganz genauso :-)

 
Am/um 12. November 2015 um 17:06 , Anonymous karin meinte...

Super Beitrag! Wenn ich ihn geschrieben hätte, wär er nicht anders ausgefallen; die selbe Auswahl an Links und Tipps haben auch mir geholfen (zumindest ein wenig) bewusster einzukaufen.
Den Film kannte ich noch nicht, werde ich mir aber noch ansehen. Danke dafür.
LG Karin
www.doiteria.com

 
Am/um 12. November 2015 um 18:40 , Anonymous Ulli meinte...

Sehr cool! Ich kaufe mittlerweile auch zum Teil fair, kaufe generell viel weniger und immer so ausgerichtet, dass die Teile auch lange halten bzw. ich sie lange tragen kann. Leicht finde ich es immer noch nicht, modische und vor allem leistbare fair Fashion zu finden. PeopleTree hat zB schon seinen Preis, das ist als Studentin nicht so einfach.
Generell beim Thema Nachhaltigkeit ist mir auch die Ernährung sehr wichtig. Gerade so zB Rindfleisch, da verbraucht ein Kilo Fleisch ca 4000l Wasser und katastrophale CO2 Bilanz :( Und Fisch ist ja ein Wahnsinn, wie da die Ozeane leergefischt werden ist zum heulen :( Deswegen cool dass immer mehr Leute sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen!

 
Am/um 12. November 2015 um 21:15 , Blogger kirschbluetenschnee meinte...

Sehr schöner und wichtiger Beitrag, lieben Dank für die Links zum stöbern :)

Nachhaltigkeit heißt für mich auch, nicht jede Woche neue Kleidung zu kaufen, sie einmal zu tragen und dann wegzuwerfen (übertrieben gesagt). Ich versuche deswegen, auf zeitlose Basics zu setzen, die ich sehr lange tragen kann :) Ansonsten ist Kleiderspende auch immer eine super Idee.

Über kurz oder lang möchte ich aber auch in wirklich faire Mode investieren :)

 
Am/um 12. November 2015 um 21:28 , Blogger Barbara meinte...

Oh ja, das sehe ich auch so! Und wenn man ein bisschen mehr für Kleidung ausgibt, weil sie nachhaltig ist, kauft man auch nicht so schnell Stücke, die man nur einmal trägt und dann wegwirft.
Kleiderspenden in diese Container, hm, das ist ein bisschen schwierig. Ich verweise dich auf The True Cost, da wird das auch angesprochen :-)
Danke jedenfalls fürs Lesen und danke für deinen lieben Kommentar!

 
Am/um 12. November 2015 um 21:37 , Blogger Barbara meinte...

Danke fürs Lesen, Ulli! Ich finde dann immer noch Second Hand eine tolle nachhaltige Alternative :-)

 
Am/um 12. November 2015 um 21:39 , Anonymous Florentine meinte...

Ich mag die Photos sooo gerne!!! Typisch, dass mir wiedermal das Detail am Rande so zusagt. Aber auch Deine Tipps sind toll, Barbara. Ich find's echt cool, dass P&C Armed Angels vertreibt, weil man so ja eigentlich in den selben Laden wie immer gehen und trotzdem andere Entscheidungen treffen kann. Und ich freue mich natürlich, dass Du auch entschieden hast, diese Reise zu einem bewussteren Lebensstil zu gehen, das macht wirklich etwas aus.
Dickes Bussi

 
Am/um 12. November 2015 um 22:53 , Anonymous Julia meinte...

Liebe Barbara,
danke für diesen großartigen Beitrag, der Guide ist echt super. Vor allem den letzten Punkt finde ich wichtig: Umdenken bedeutet nicht, all die "alten und schlechten" Klamotten einfach weg zu werfen, sondern langsam aber stetig den Kleiderschrank umzukrempeln.

Bin schon gespannt auf weitere Fair Fashion Posts und Tipps von dir!

Alles Liebe,
Julia

 
Am/um 12. November 2015 um 23:06 , Blogger Barbara meinte...

Danke, Florentine, das freut mich so!
Über das mit Peek & Cloppenburg war ich auch erstaunt, weil einfach ein größerer Kreis erreicht wird. Und vielleicht auch Leute, die es gar nicht unbedingt vorhatten, fair zu kaufen. Wobei bewusst fair zu kaufen vermutlich noch ein bisschen besser ist ;-)

 
Am/um 12. November 2015 um 23:07 , Blogger Barbara meinte...

Danke, liebe Julia! Ich freue mich gerade sehr über deinen Kommentar :-)

 
Am/um 13. November 2015 um 10:20 , Anonymous Jenny meinte...

Toller Beitrag liebe Barabra!
Auch wir stellen uns nach und nach um, und haben vor 2 Wochen erst mal den kompletten Kleiderschrank "entrümpelt". Man benötigt nämlich eigentlich gar nicht so viel! Alles was ich jetzt neu kaufe, wird fair produziert...das ist mir wichtig! Maddie macht super vor wie es geht, stylisch auszusehen, trotz fairer Kleidung!
Liebe Grüße
Jenny

 
Am/um 18. November 2015 um 13:07 , Blogger Corinna meinte...

Hallo Barbara,
toller Beitrag und sehr richtig, was du schreibst. Leider geht es nicht von heute auf morgen, auch wenn man, wenn man sich erstmal gründlich mit der Thematik beschäftigt hat, am liebsten gleich alles rausschmeißen und rundum erneuern möchte. Und sich oft genug fragt "Wie konnte ich nur?"..aber was zählt ist, dass man es jetzt anders macht.
Ich habe vor kurzem auch einen Blog dazu angefangen und denke mir, es kann gar nicht genug Blogger geben, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen! Vielleicht schaust du ja auch mal bei mir vorbei :-)
Liebe Grüßeund weiter so! Corinna von http://www.kissenundkarma.de/

 
Am/um 24. November 2015 um 11:29 , Blogger Barbara meinte...

Da hast du absolut recht :-) Und ja, Maddies Blog mag ich auch so gerne!

 
Am/um 24. November 2015 um 11:29 , Blogger Barbara meinte...

Ging mir ganz genauso :-)
Ah, super, ich schau bei dir vorbei!

 

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