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Eins, zwei, dreimal Nachhaltigkeit

gretchens fragen: Eins, zwei, dreimal Nachhaltigkeit

Samstag, 4. Juli 2015

Eins, zwei, dreimal Nachhaltigkeit

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Meine Mama ist ein richtiger Weltverbesserer. Begeisterungsfähig und willig, unsere kleine Welt zuhause immer wieder überlegter und nachhaltiger zu gestalten. Weniger Plastik in der Küche, Zugfahren statt Auto, ein Fair Trade-Kleidungsstück zu Weihnachten, Kesselgulasch gegen Spenden, ein paar Stunden ihres Lebens für andere. Ich bewundere sie sehr für ihren Idealismus und ihren Glauben daran, dass man selbst diesen Unterschied in der Welt bewirken kann, wenn man das nur möchte. Und ein klein wenig von diesem Weltverbesserer-Gen hat sie mir auch vererbt. Theoretisch. Praktisch hat das manchmal ganz anders ausgesehen. Als ich letztes Jahr zu bloggen angefangen habe, ist mir mit der steigenden Anzahl an Lesern, Klicks und Kommentaren bald bewusst geworden, dass meine Entscheidungen nun auch Publikum haben und ich dementsprechend auch mehr Verantwortung. Deshalb stelle ich euch heute drei Dinge vor, die in den letzten Wochen ein bisschen mehr Nachhaltigkeit in meinen Alltag gebracht haben.

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Über das Wort Sollbruchstelle bin ich zum ersten Mal im Zusammenhang mit Birnen und Äpfeln gestolpert. Und zwar ist das jene Stelle, an der Stängel und Zweig aufeinander treffen und an der man die Frucht am leichtesten pflücken kann. Dass Sollbruchstellen absichtlich in Geräte eingebaut sind, frustriert mich ein wenig. Zuletzt, als mein Laptop-Ladekabel vom einen Tag auf den anderen an eben dieser abgerissen ist. Bei meinem Neuen habe ich deswegen gleich vorgesorgt und sie mit Sugru, einer Art formbarem Kleber, versiegelt und verstärkt. Auch mein Kopfhörer-Kabel konnte ich reparieren und seine Lebenszeit so erhöhen. Ich bin schon jetzt ein großer Fan.

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Den Film Plastic Planet habe ich zum ersten Mal gesehen, als ich noch in der Schule war. Seither habe ich immer ein komisches Gefühl, wenn ich aus einer Plastikflasche trinke. Und doch hat es fast zwei Jahre gedauert, bis ich mir meine eigene Klean Kanteen gekauft habe, nachdem ich sie bei einem Studienkollegen zum ersten Mal gesehen habe. Und das, obwohl ich mir um das Geld, das ich in dieser Zeit an Getränkeautomaten ausgegeben habe, bestimmt schon mehrere kaufen hätte können. Nun besitze ich meine eigene kleine wunderschöne Klean Kanteen aus Stainless Steel, nachhaltigem Bambus und Silikon. Nicht mehr und nicht weniger, sogar ohne irgendeine Beschichtung. Ich freue mich, dass ich die Plastikflaschen endgültig aus meiner Tasche verbannen kann.

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Madeleine ist mit ihrem Blog Dariadaria und ihren Bemühungen um ein nachhaltiges, überlegteres Leben ein ganz großes Vorbild für mich und ich freue mich jedes Mal, wenn sie einen neuen Beitrag veröffentlich. Aber besonders einer hat es mir in letzter Zeit angetan, und zwar Sustainability For Dummies: 10 Tipps für einen grüneren Alltag. In diesem Post zeigt sie zehn ganz einfache Schritte und kleine Gewohnheiten, die allerdings in Summe einen riesengroßen Unterschied bewirken können. Beim Einkaufen ein eigenes Sackerl mitzubringen, das Licht beim Verlassen eines Raumes abzudrehen, den Geschirrspüler ganz zu befüllen und durch kluges Einkaufen ein bisschen weniger wegzuwerfen. Beim Lesen habe ich mich sehr gefreut, als ich feststellte, dass ich schon die meisten Tipps davon ganz automatisch verwirkliche, und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das meistens gar keine Anstrengung kostet, sondern im Gegenteil mein Leben eigentlich eher verbessert. Und wenn es nur die 20c sind, die ich mir an der Kassa im Supermarkt spare, weil ich meine eigene Tasche schon mitgebracht habe.


Habt ihr auch ein paar Nachhaltigkeits-Tipps für mich? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in eurem Leben?

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16 Kommentare:

Am/um 5. Juli 2015 um 13:06 , Anonymous Susann meinte...

Hi Barbara,

danke für die Anregungen und Tipps. Es wäre hilfreich, wenn du direkt unter den Produktvorstellungen anführen würdest, wo man diese Sachen zu kaufen bekommt (ohne Amazon bemühen zu müssen).

Lieben Gruß!
S.

 
Am/um 5. Juli 2015 um 13:51 , Blogger Barbara meinte...

Danke für die Anregung, manchmal verlinke ich Artikel auch, kommt immer darauf an. Sugru habe ich direkt dort von deren Webseite bezogen und die Trinkflasche einfach in einem Radgeschäft, wo ich sie ganz zufällig entdeckt habe.

 
Am/um 5. Juli 2015 um 16:09 , OpenID missgetaway meinte...

Oh die Flasche finde ich wunderschön. Plastic planet hat bei mir in der Schule auch ein richtig komisches Gefühl hinterlassen und 2 Wochen später hab ich mir dann eine Blender Bottle gekauft. Die ist zwar auch aus Plastik aber BPA-Free und da ich sie seit 2 Jahren täglich benutze immer noch 100x besser als normale Einweg-Plastikflaschen.
Was mich an Maddie's Post am meisten fasziniert hat ist die Tatsache, dass ich all diese Dinge längst mache. Aber einfach weil ich das so gelernt bekommen hab und nicht weil ich bewusst etwas machen will :D

Love, Kerstin
http://www.missgetaway.com

 
Am/um 5. Juli 2015 um 22:27 , Anonymous Ruhrstyle meinte...

Ein toller Post und ein großes Lob an deine Mum, dass sie dir dieses Verantwortungsbewusstsein offensichtlich übertrage hat!
Die Trinkflasche finde ich super!

viele Grüße
Rebecca

 
Am/um 5. Juli 2015 um 23:10 , OpenID rosydust meinte...

danke für den Tipp mit dem Kleber wegen der Bruchstellen :)
Was ich in Sachen nachhaltigkeit ganz wichtig finde: Einen Öl-Kübel (NÖLI in Niederösterreich genannt), in dem man das benutzte Öl sammelt und dann bei den Sammelstellen abgeben kann :)

 
Am/um 6. Juli 2015 um 10:22 , Anonymous Lis meinte...

Um Kabel an den klassischen Knickstellen zu verstärken verwende ich seit Jahren entweder Schrumpfschlauch (ein dünner Kunststoffschlauch, der sich unter Hitze zusammenzieht und dabei stabiler wird) oder selbstverschweißendes Isolierband - beides Dinge, die in Heimwerkerhaushalten sowieso herumliegen.

Als Trinkflasche verwende ich je nach Anwendung eine Sigg (Aluminium, bekommt aber bei Stürzen leicht Dellen, daher für Sport/Outdoor nicht meine erste Wahl) oder Camelbak (Kunststoff).

Sollte ich bei Einkäufen wirklich mal ohne Stoffsackerl dastehen, dann kaufe ich an der Kasse ein weiteres Stoffsackerl, keines aus Plastik - die haben bei uns so viele Anwendungen, dass wir davon nie genug haben.

Dass Müll konsequent getrennt wird und Licht (wir stellen nach und nach von Energiesparlampen auf LED um) beim Verlassen des Raums abgestellt wird, ist auch selbstverständlich.

Und auch, wenn unser Garten bei diesem Wetter einem Stoppelfeld gleicht, gegossen wird nur das Gemüse. Wenn ich sehe, wie viel Wasser die Nachbarn in ihrem Golfrasen versickern, wird mir anders.

 
Am/um 6. Juli 2015 um 13:49 , Blogger Liebe was ist meinte...

ein toller Post!
ich finde es super, dass du hier eine Vorbildfunktion übernimmst! denn vermutlich hast du recht, dass deine Entscheidungen auch die Entscheidungen deiner Leser beeinflussen, wenn du sie hier auf deinem Blog teilst. das finde ich wunderbar.
ich bin seit langer Zeit eine treue Leserin auf Maddies Blog, deine Vorliebe für ihre Seite kann ich also absolut nachvollziehen!
und die Klean Kanteen Flasche finde ich zudem noch richtig stylisch! gibt es die eigentlich auch in größeren Auführungen?

<3 Tina
https://liebewasist.wordpress.com/

 
Am/um 6. Juli 2015 um 18:41 , Blogger Jess Alabaster meinte...

Plastic Planet hab bei mir auch zum Umdenken geführt. Ich habe quasi instant nur noch Wasser in Glasflaschen gekauft. Das war mir aber schnell zu umständlich und ich hab mir eine Trinkfalsche von Nalgene gekauft, die bpa-frei ist und trinke seither nur noch Leitungswasser. Die Nalgene ist nun schon ganz schön ramponiert und ich denke über Ersatz nach. Wie viel passt denn in die Klean Kanteen und kann man sie einfach reinigen? Sieht auf jeden Fall sehr ansprechend aus. :)

 
Am/um 7. Juli 2015 um 18:11 , Blogger Barbara meinte...

Ja, ging mir damals genauso :-) Danke fürs Lesen, liebe Kerstin!

 
Am/um 7. Juli 2015 um 18:13 , Blogger Barbara meinte...

Dankeschön, liebe Rebecca :-) Ich sag es ihr weiter.

 
Am/um 7. Juli 2015 um 18:16 , Blogger Barbara meinte...

Achja stimmt, meine Eltern haben den auch. Hab gleich geschaut, ob es etwas Ähnliches in Wien auch gibt und das hier gefunden :-)

 
Am/um 8. Juli 2015 um 19:37 , Blogger Barbara meinte...

Danke für deinen lieben Kommentar, Tina!
Ja, die Klean Kanteen gibt es in ganz unterschiedlichen Größen! Schau am besten einfach auf deren Seite nach :-)
Liebe Grüße,
Barbara

 
Am/um 8. Juli 2015 um 19:39 , Blogger Barbara meinte...

Hallo liebe Jess, danke dir für deinen Kommentar und fürs Lesen!
In meine Flasche passen 18oz, das sind 532ml, also ein guter halber Liter. Es gibt allerdings die unterschiedlichsten Größen.
Das Reinigen finde ich sehr einfach, auch die Öffnung ist groß, was es noch einmal leichter macht.
Liebe Grüße,
Barbara

 
Am/um 8. Juli 2015 um 19:40 , Blogger Barbara meinte...

Danke für die Anregungen, Lis! :-)

 
Am/um 8. Juli 2015 um 20:34 , Blogger Cupcakes and Berries meinte...

Du weißt gar nicht, wie ich die gerade knutschen könnte! Ich habe hier gerade den Fall mit der Sollbruchstelle vorliegen und dein Tipp kommt mir sowas von gerufen! Ich habe so keinen Bock mehr mir jedes Jahr ein neues 30€ Kabel zu kaufen. Ich hoffe an den Kleber ist leicht ranzukommen, das google ich jetzt mal gleich. In jedem Fall schon mal ein großes Danke!

Die Flasche sieht total gut aus! Das animiert sicher auch zum mehr-trinken. Und außerdem echt super, dass die Öffnung so groß ist, weil das Reinigen ist immer das was mich schnell mal nervt bei solchen Flaschen.

Dariadarias Blog und Youtube-Channel mag ich auch total gerne!

Liebste Grüße

 
Am/um 8. Juli 2015 um 20:38 , Blogger Cupcakes and Berries meinte...

Oh wow, jetzt musste ich nochmal zurückkommen: Wie cool ist bitte dieses Sugru! Damit kann man ja echt alles machen! Muss ich direkt meinem Freund weiterschicken, der wird ausflippen ^^ Liebe Grüße

 

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