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The True Cost Of Fashion

gretchens fragen: The True Cost Of Fashion

Mittwoch, 17. Juni 2015

The True Cost Of Fashion

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Am 29. Mai kam ein Film heraus, den ich mir seither schon mehrere Male angesehen habe - The True Cost. Ein Film über die Kleidung, die wir tragen, die Menschen, die sie produzieren und unsere global Einfluss nehmende Modeindustrie. Ich möchte euch heute gerne erzählen, warum mich dieser Film so berührt und außerdem ein Public Screening am Freitag, dem 19. Juni in Wien ankündigen.

Der Regisseur Andrew Morgan spricht in einem Interview darüber, warum es The True Cost in genau dieser Form gibt. Er stammt eigentlich nicht aus der Fashionindustrie und hat jahrelang so wie wir auch seine Kleidung nach den beiden Kriterien Aussehen und Preis gekauft, als ganz normaler Konsument. Und als dieser gewöhnliche Konsument macht er sich ohne Vorwissen auf die Suche danach, wer seine Kleidung produziert und unter welchen Umständen dies geschieht.

Was dabei herausgekommen ist, ist ein unendlich gefühlvoller, behutsamer und gleichzeitig gnadenloser Film, dessen Anliegen es nicht ist, uns Zuschauern ein schlechtes Gewissen zu verpassen, wie das bei derartigen Dokumentationen so oft der Fall ist, sondern uns alle jene Informationen zu liefern, die wir brauchen, um in Zukunft bewusste Entscheidungen treffen zu können. Seinen Wunsch an den Film und an das Publikum formuliert er folgendermaßen: 'Opening our eyes and our hearts to this idea that there's hands, physical human hands that touch the things that we wear. And those hands are lives and they matter.'



Am allermeisten fasziniert mich an The True Cost, dass er unsere Sprache spricht. Wie oft ist es schon vorgekommen, dass ich Bilder aus Fabriken in Bangladesh gesehen habe und sie einfach nicht mit mir als Konsumentin und schon gar nicht mit den konkreten Kleidungsstücken, die ich besitze und trage, in Verbindung bringen konnte. Dieser Film allerdings überwindet diese Grenze, er zeigt uns nämlich auch alle jene Bilder, die wir gerne sehen. Werbespots, Fashionshows und riesige Reklamewände an Hausfassaden, allesamt mit wunderschönen Menschen in wunderschöner Kleidung. Und gleich darauf alle jene Menschen und Orte, die dahinter stehen. Ein Umstand, der es nicht mehr möglich macht, das Gesehene in eine Schublade zu stecken und sie danach fein säuberlich zu schließen, sondern genau diesen Zusammenhang aufzeigt.
Und all das gelingt ihm, ohne dem Zuschauer ein schlechtes Gewissen aufzudrücken und ihn als Schuldigen an den Pranger zu stellen. Vielmehr gibt er einem auf ergreifende Art und Weise einfach die Information, die man braucht, um sich in Zukunft bewusst für oder gegen etwas zu entscheiden. Und ein Bewusstsein für die Tragweite dieser Entscheidung.

Ich würde mir wünschen, dass sich möglichst alle - oder zumindest einige von euch - The True Cost nun anschauen wollen, um in Zukunft als Konsument bewusst mündige Entscheidungen treffen zu können. Ob ich mit meinen Gedanken dazu gute Voraussetzungen dafür geschaffen habe, weiß ich nicht, aber ich hoffe das Beste.

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Ankündigung


Am Freitag, dem 19. Juni 2015 findet im Wiener Burg Kino (Opernring 19, 1010 Wien) ein Public Screening statt, bei dem der Film bei freiem Eintritt gezeigt wird. Allen Wienern unter euch und jenen, die es dorthin schaffen, möchte ich diesen Termin sehr ans Herz legen. Hier geht es zur Facebook-Veranstaltung.

Falls ihr nicht aus Wien seid oder übermorgen keine Zeit habt oder aber einfach $9,99 übrig habt, ladet ihn euch einfach auf der Seite herunter und seht ihn euch noch heute an. Wirklich. Und dann lasst mir gerne eure Meinung da und ob euch der Film auch so sehr berührt wie mich.



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3 Kommentare:

Am/um 18. Juni 2015 um 10:35 , Anonymous Ruhrstyle meinte...

Mein Gott, ich muss schon bei dem Trailer heulen. Dennoch werde ich mir diesen Film ansehen. Momentan beschäftigt mich diese Thematik sehr, denn immer öfter denke ich mir, wenn ich Fashionposts verfasse wie kannst du das jetzt tragen und auch noch öffentlich bewerben. Ich bin zwar schon im Tierschutz und Umweltschutz tätig, aber ich möchte nun noch weiter gehen und auch mehr auf Fair produzierte Kleidung achten.
Danke für diesen Filmtip und den tollen Post!

viele liebe Grüße
Rebecca

 
Am/um 19. Juni 2015 um 11:52 , Blogger Liebe was ist meinte...

ich habe nun über Instagram schon viel über den Film und die Thematik gesehen und finde es wirklich super, dass inzwischen einige Fashionblogger mitziehen! ich bin zwar leider nicht in Wien um mir den Film anzuschauen, werde den aber die nächsten Tage sicher laden!

<3 Tina
https://liebewasist.wordpress.com/

 
Am/um 23. August 2015 um 21:55 , Anonymous Lisa meinte...

Freue mich wenn ich dich mit meinem Artikel über das Movie inspiriert habe :) Der Film war übrigens Spitze wie ich finde! Liebe Grüße Lisa

 

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