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Tear Down This Wall - Berlin #3 {Fernweh}

gretchens fragen: Tear Down This Wall - Berlin #3 {Fernweh}

Samstag, 22. November 2014

Tear Down This Wall - Berlin #3 {Fernweh}

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Auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer haben sich Florentine und ich auf den Weg zur East Side Gallery gemacht, ein gut 1,3 km langer Teil der Berliner Mauer, als Denkmal gedacht, mit Kunstwerken, die von Mauern, Veränderungen, zu überwindenden Grenzen in unserer Welt und Freude über diese konkrete Wiedervereinigung erzählen.

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In Kreuzberg haben wir anschließend nicht nur ein tolles, kreatives Viertel und ein paar Gassen mit Häusern, die um die Jahrhundertwende gebaut wurden, gefunden, sondern auch einen wunderschönen Friedhof entlang der Bergmannstraße, wo vereinzelt zwischen Bäumen Grabsteine stehen, ein Friedhof, der seinem Namen wirklich gerecht wird.

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Als wir bereits in Berlin waren, haben wir beim Uns-im-Internet-Verirren auf dem Blog LesMads einen großartigen Tipp gefunden, und zwar den Berlin Village Market, einen regelmäßig stattfindenden Sonntagsmarkt. Schnell stand fest, dass dies wohl unbedingt ein Fixpunkt in unserer Reiseplanung sein musste und so machten wir uns am Sonntag zu Mittag auf in die Neue Heimat in der Revaler Straße 99, Friedrichshain.

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Was ich an Berlin so spannend finde, ist der Mut zur Weiternutzung und Neuinterpretation alter Gebäude, das zog sich mehrmals wie ein roter Faden durch die Stadt, hier beispielsweise werden leerstehende Industriehallen unter dem Namen Neue Heimat zum Schauplatz bunter Märkte.

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Beim Eintreten in die ehemaligen Industriehallen war ich komplett überwältigt von dem Anblick, der sich mir bot. Die unterschiedlichsten Leute an den verschiedenen Ständen, Musik vom DJ dazu, der Duft von Streetfood in der Nase, lockere, fröhliche Atmosphäre, gebündelte Kreativität.

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Es gab sowohl Indoor- als auch Outdoorbereiche, wobei Letztere mit kleinen Feuerstellen in alten Tonnen und vielen aufeinander gestapelten Paletten als Sitzgelegenheiten ausgestattet waren. Aber auch im Inneren sollte man eigentlich problemlos einen Sitzplatz finden, wir sind bei einer sehr netten Berliner Familie - die sich witzigerweise gerade Wiener Schnitzel gönnte - gesessen.

berlin_36Jede Ecke war liebevoll dekoriert, ein riesengroßes Gesamtkunstwerk und Fest für die Sinne. Ich war absolut hingerissen von der in jeder Hinsicht stimmigen Kombination aus Industriecharme, gutem Essen, Musik und Kunst.

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Was mich besonders beeindruckt hat oder mir im Gegensatz zu ähnlichen Märkten in Wien aufgefallen ist, war die Breite der Bevölkerung und Altersgruppen, die beim Berlin Village Market waren. Junge Leute in unserem Alter, Großeltern mit ihren Enkelkindern, junge Familien, und mitten drin wir...

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Die Auswahl an kulinarischen Schätzen und Streetfood war riesig, wir haben uns nach langem Überlegen und Gustieren für flambierten Ziegenkäse mit Honig und Pflaumenchutney und Quinoaqugeln mit süßem Erdbeerdip entschieden und die Wahl keinen Augenblick bereut, aber ich glaube, man hätte dort essenstechnisch im Prinzip gar nichts falsch machen können. Himmlisch!

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Ich freue mich, dass wir diese bunte, lebendige, inspirierende Seite an Berlin kennengelernt haben und möchte es jedem Berlinbesucher, der ein bisschen Zeit hat, ans Herz legen, auf einen der Märkte zu gehen. Erst dann wird einem bewusst, wie pulsierend, wie kreativ und sich ständig weiterentwickelnd diese Stadt eigentlich sein kann und welches Potential sie birgt.

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Eines durften wir uns ganz zum Schluss natürlich nicht entgehen lassen - und ich bin so froh, dass wir zufälligerweise genau an diesem Wochenende unsere Reise gebucht hatten -, und das waren die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls am Brandenburger Tor. Ich fand es großartig, dass man die Idee zur Lichtgrenze hatte, tausende weiße, leuchtende Ballons markierten auch die Tage davor schon den ehemaligen Mauerverlauf auf einer Länge von 15 km, am Abend des 9. November ließ man die Mauer symbolisch noch einmal fallen, als eben diese Ballons in den Himmel stiegen, unter Jubel der Bevölkerung und panikartigem Maschinengewehrsfotoapparatklicken - ich bekenne mich schuldig, auch ich habe einige Fotos à la 'Ich war dabei' auf meiner Speicherkarte.


Zu Teil 1 dieser Berlin-Reise geht es hier, Teil 2 findet man hier, und auch einen Blick in meine Travel Makeup Bag kann man werfen.

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5 Kommentare:

Am/um 24. November 2014 um 10:01 , Blogger Who is Mocca? by Verena-Annabella meinte...

Das sieht echt toll aus! <3 Toller Bericht!!

Liebe Grüße,
Verena von whoismocca.com

 
Am/um 24. November 2014 um 12:39 , Blogger Katarina Ahlsson meinte...

Wunderbare Bilder! Ich bin ganz vernarrt in dein Haarband, es steht dir sehr gut! Vor allem in Kombination mit den Handschuhen - richtig schön.

Katarina x
http://katarina-ahlsson.se

 
Am/um 25. November 2014 um 11:04 , Blogger ALABASTER MAEDCHEN meinte...

Wunderschöne Bilder! Du siehst zauberhaft aus!

Liebe Grüße an dich!

Mia

 
Am/um 25. November 2014 um 20:50 , Blogger like a hobo* meinte...

Wow, was für wunderschöne Fotos von Berlin!!
Besonders die Fotos von dir vor der Künstler-Mauer gefallen mir sehr gut! :)

 
Am/um 25. November 2014 um 21:20 , Blogger Anna Plattner meinte...

Toller Post und gelungene Aufnahmen!!
Anna
http://goldenplumb.blogspot.it/

 

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