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Tear Down This Wall - Berlin #2 {Fernweh}

gretchens fragen: Tear Down This Wall - Berlin #2 {Fernweh}

Mittwoch, 19. November 2014

Tear Down This Wall - Berlin #2 {Fernweh}

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Die Traveler-Tourist-Debatte, der gemeinhin akzeptierte fancy Name für einen Konflikt, den ich selbst von mir auch nur zu gut kenne. Bin ich Traveler und mit romantisch-verklärtem Blick abenteuerlustig weit abseits von Touristenpfaden unterwegs, Alternatives und Spannendes erkundend und entdeckend, oder bin ich Tourist, akribisch die Top 10-Sehenswürdigkeitenliste aus dem Reiseführer abklappernd, Schlange stehend, Hop-on-Hop-off-Bustouren unternehmend? Ich glaube, bei unserer Berlin-Reise Anfang des Monats waren Florentine und ich relativ nah dran an der goldenen Mitte, falls es denn eine gibt - zumindest hoffe ich das.

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Das Olympiastadion ist für mich einer der Orte, die man als Stereotyp-Tourist vielleicht nicht sofort besuchen würde, und doch kann ich es jedem ans Herz legen, der sich entweder ohnehin für Sport und außergewöhnliche Stadien interessiert, oder aber für Geschichte, da das Stadion ja Schauplatz der Olympischen Spiele 1936 war - und somit einer riesigen Propagandaaktion, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, das NS-Regime im Ausland positiv darzustellen. Ich fand es besonders spannend, dass man beim großen Umbau um 2000 70% der historischen Bausubstanz bewahren konnte und es somit dem Denkmalscharakter an nichts fehlt, und dass man aber gleichzeitig hinter diesen Mauern ein Stadion am allerneuesten Stand erhalten hat, das heute einerseits von Hertha BSC als Heimspielstätte und andererseits für weitere Großereignisse (zB. Champions League-Finale 2015) genutzt wird. Mut zur Weiternutzung!

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Dadurch, dass das Stadion in einer natürlichen Mulde gebaut wurde, sieht man von außen nur den ersten Rang, es sieht also viel niedriger aus, als es in Wirklichkeit ist, da es sich unter der Erde fortsetzt. Das hat einige Vorteile, zum Beispiel, dass die Zuschauer ebenerdig wieder hinausgehen können und sich so das Stadion nach Veranstaltungen schneller leert, als wenn alle Leute über Stiegen hinuntergehen müssten. Ich würde jedem empfehlen, eine Führung zu machen, wenn man schon dort ist, man erfährt und sieht einfach so viel mehr als ohne.

Ich mag es, dass man durch die Architektur mit ihren klaren Formen, die vielen Statuen rund ums Gelände und den Naturstein sofort sieht, dass es sich hier um ein Denkmal handelt, dass man aber auch immer den Komfort eines modernen Stadions hat.

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Der Blick vom Glockenturm - wohlgemerkt ein Nachbau, das Original wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengt - der ebenfalls zum Olympiagelände gehört (Achtung, trotzdem extra Eintritt!), auf ein herbstliches Berlin in Rot und Gold.

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Das linke Foto hat Florentine von mir gemacht, als wir am Glockenturm waren. Ihren Reisebericht kann ich euch wärmstens empfehlen, sie gibt einige tolle Tipps für Berlinreisende.

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Florentine hatte auch den Wunsch, den Zoologischen Garten zu besuchen, da sie deutsche Klassiker liebt. Ich habe nach diesem Spaziergang auch Lust bekommen, Effi Briest von Theodor Fontane endlich zu lesen, der Herbst schmeichelt dem Zoologischen Garten ungemein. Berlin hat übrigens durch die Aufteilung in Ost und West zwei Tiergärten und ist somit die Stadt mit den meisten Zootieren überhaupt.

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Vermutlich kann sich jeder an Knut erinnern, das Eisbärenbaby, um das es vor einigen Jahren einen massiven Medienrummel gegeben hatte, nicht verwunderlich beim ersten Berliner Eisbärennachwuchs nach 30 Jahren. Knut lebt zwar nicht mehr, er ist im Alter von vier Jahren erkrankt und gestorben, aber da Eisbären meine Lieblingstiere im Tiergarten sind, wollte ich sie mir nicht entgehen lassen.

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Ein weiterer Fixpunkt für uns war das KaDeWe, das Kaufhaus des Westens. Nach diesem Besuch habe ich eine leise Ahnung bekommen, wie Harrod's in der Vorweihnachtszeit wohl aussehen muss.


Über den ersten Tag dieser Reise habe ich auch bereits geschrieben, Tag 3 folgt noch in den nächsten Tagen. Bis dahin könnt ihr gerne noch einen Blick in meine Travel Makeup Bag für Berlin werfen.

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10 Kommentare:

Am/um 19. November 2014 um 08:33 , Blogger Michèle Kruesi meinte...

Superschöne Bilder hast du geschossen, sieht nach einem wundervollen Tag aus

www.thefashionfraction.com

 
Am/um 19. November 2014 um 10:54 , Blogger Willascherrybomb meinte...

Tolle Impressionen, bin vor einem Monat nach Berlin gezogen und hab es immer noch nicht geschafft in den Zoo zu gehen... Schande auf mein Haupt!

www.willascherrybomb.de

 
Am/um 19. November 2014 um 11:13 , Blogger Barbara meinte...

Haha, keine Sorge, ich habe es in Wien erst nach 2 Jahren geschafft ;-)

 
Am/um 19. November 2014 um 16:41 , Blogger Julia meinte...

Das Stadion sieht sehr eindrucksvoll aus, tolle Bilder!
Danke für den schön geschriebenen Berlin-Guide, freue mich schon auf Tag 3.

 
Am/um 19. November 2014 um 20:44 , Blogger Caro - 365dayswithc meinte...

wirklich schöne Bilder! mir gefällt vor allem die Idee mit dem Olympiastadion :)

 
Am/um 19. November 2014 um 23:26 , Blogger Carolin Se meinte...

Sehr tolle Fots, sieht nach einem total gelungenen Tag aus <3

Liebe Grüße

http://nilooorac.blogspot.de/

 
Am/um 20. November 2014 um 06:48 , OpenID lacitronella meinte...

Berlini <3
Hab sehr geschmunzelt, als ich mich auf einem der Bilder entdeckt habe :)
Meine zwei Lieblingsbilder von diesem Post sind der Eisbär und die Weihnachtswelt im KaDeWe - so schön!

 
Am/um 20. November 2014 um 11:12 , Blogger Barbara meinte...

<3

 
Am/um 27. November 2014 um 18:30 , Blogger Julie meinte...

aaahhh, ich liebe berlin! war erst einmal für ein paar tage dort und gleich verzaubert, obwohl es anfang dezember und so unglaublich kalt war! das stadion sieht echt mächtig aus und die geschichte dahinter ist erst recht spannend. und btw, harrods in der vorweihnachtszeit ist der himmel auf erden und eine völlig andere dimension als das kadewe - unbedingt ansehen!! xo j. von Stereo|typically Me

 
Am/um 27. November 2014 um 18:44 , Blogger Barbara meinte...

Das glaube ich dir sofort! Steht eh noch auf meiner Liste :-)

 

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